Der berühmte Entlüftungsnippel

Viele E38-Fahrer wissen bestimmt schon was ich meine, bzw. mussten schonmal bei BMW wegen diesem Kleinteil ein paar hundert Euro für einen neuen Kühler bezahlen. Problem ist, das BMW dieses Teil nicht einzeln verkauft, obwohl es nur gesteckt ist. Abhilfe schafft hier ein Gang zum Mercedes Händler.
Dort einfach die Teilenummer:"A 000 500 08 94", einen Kühlerentlüftungsnippel, bestellen. Kostet um die 3Euro.
Der Tausch ist relativ simpel, allerdings muss man aufpassen das dabei nichts vom Kühler abplatzt, ist ja alles nur Kunststoff.
Entlüftungsnippel
Also zuerst die Abdeckung des Kühlers entfernen, dazu die Clipse links und rechts am oberen Ende herausziehen.
Nun das ganze Gebilde samt Ausgleichsbehälter auf der Fahrerseite leicht anheben und Richtung Motor drücken, dann seht ihr den Nippel und einen Schlauch.
Schlauchschelle entfernen, den Schlauch abziehen, und dann den Nippel von der Fahrerseite her mit einem kleinen schmalen Schlitzschraubendreher heraushebeln.
jetzt nur noch den neuen einsetzen, schlauch drauf und mit einer neuen Schlauchschelle sichern, Abdeckung wieder montieren, fertig.


Kühlwasserverlust am Ausgleichsbehälter

Wenn öfter die Meldung "Kühlwasserstand prüfen" erscheint, dann sollte man zuerst den Ausgleichsbehälter von unten mit einem Spiegel betrachten, wenn es dort nass ist und das Wasser definitiv nicht von oben am Behälter runtergelaufen ist, dann kommt es vom Niveauschalter der unten in den Behälter gesteckt ist.
Ausgleichsbehälter
Danke dafür an "carlton"
Das Problem liegt hier in der Konstruktion des Behälters. Der Schalter selbst kommt nie mit Wasser in Kontakt im Normalfall, da er in einer Art Hülse steckt, welche Teil des Behälters ist. Bedingt durch die Form ist diese aber aus recht dünnem Kunststoff, was zur Folge hat, das sie gerne mal einreißt. In diesem Fall wird ein neuer Behälter fällig, dabei aber unbedingt auch den Druckverschluss austauschen, da dieser auch als Überdruckventil fungiert und zu hoher Druck im System eine häufige Ursache für diese Art der Materialermüdung ist.


Ölpumpenschrauben

Auch das ist ein bekanntes Leiden, speziell vom V8, aber auch dem V12. Es macht sich meist dadurch bemerkbar, das beim ruckartigen vom Gas gehen die Meldung "Stop! Öldruck Motor" erscheint.
Die Schrauben der Ölpumpe werden mit der Zeit locker und fallen teilweise sogar komplett raus und liegen dann im günstigsten Fall in der Ölwanne (im schlechtesten Fall geraten sie in die Kette).
Aber auch hier gibt es Abhilfe. Zuerst muss allerdings eingekauft werden, eine neue Ölwannendichtung für die kleine Ölwanne (das ist wichtig! gibt auch eine große Ölwannendichtung), die entsprechende Menge Motoröl und ein neuer Kupferdichtring für die Ablassschraube.
Am besten geht es auf einer Hebebühne. Erstmal muss der Unterbodenschutz ab, nun das Öl in einen passenden Auffangbehälter ablassen(NICHT in den Abfluss, denkt bitte an die Umwelt).
Weiter gehts mit der kleinen Ölwanne, diese abschrauben, sind viele kleine Schrauben ringsum, noch den Stecker des Ölstandsensors abziehen, schon seht ihr die Ölpumpe.
Zuerst sucht bitte in der Ölwanne im Restöl, es bleibt immer ein bisschen drin stehen, nach Schrauben.
Ölpumpe
Danke dafür an "johnwayne27"
Jetzt gehts an die Ölpumpe, dort erstmal das Kettenrad lösen, gegenhalten kann man mittig mit einem Schlitzschraubendreher.
Nacheinander alle Schrauben herausdrehen, mit einer Federscheibe und einem Tropfen Loctite (Schraubensicherungslack) am Gewinde versehen und wieder reindrehen, aber bitte mit Gefühl und dennoch fest.
Als nächstes noch die Schraube und die Mutter die vorn und hinten an der Ölpumpe sitzen und diese am Block halten sichern, ebenfalls mit Federscheibe und Loctite.
Zum Schluss das Kettenrad wieder montieren, dabei gleich das Kettenspiel prüfen, diese sollte sich 7mm bewegen lassen. Ist das nicht der Fall, an der Einstellschraube oben am Block nachjustieren, ist ein Innensechskant, nicht zu übersehen(auf dem Bild genau hinter der Fingerspitze).
Jetzt die alte Ölwannendichtung gründlich entfernen, Dichtflächen reinigen und die Ölwanne wieder samt neuer Dichtung montieren, dabei die Schrauben am Gewinde mit Hylomar oder ähnlichem Dichtmittel benetzen.
Neues Öl einfüllen, fertig.


Kettenführungen beim V8

Beim alten M60 gab es noch eine Doppelkette sowie ein Umlenkritzel oberhalb des Kurbelwellenritzels, dies wurde jedoch mit Einführung des M62 verschlimmbessert.
Dort gab es nur noch eine normale Kette, und viel wichtiger, das Umlenkritzel wurde durch eine große U-förmige Gleitschiene ersetzt. Diese und auch die seitlichen Gleitschienen neigen dazu brüchig zu werden und sich dann im Kettenkasten und der Ölwanne zu verteilen.
Jenachdem wo etwas wegbricht kann die Kette dadurch an Spannung verlieren, der Kettenspanner hat auch seine Grenzen. Problematisch ist es auch wenn Bruchstücke in die Kette geraten oder diese beim nächsten Anlassen durch die lockere Kette überspringt. Es empfiehlt sich daher die Kette auf Längung zu prüfen und auch die Ölwanne und den Kettenkasten auf Bruchstücke.
Die ölwanne ist schnell demontiert und wenn man dann noch die Ventildeckel entfernt, kann man die Gleitschienen und die Kette schonmal halbwegs begutachten ob größere Teile fehlen.
Sollte man einen Schaden feststellen, muss man erstmal Spezialwerkzeug besorgen, zum einen eine 3/4" Ratsche und zum andere einen Gegenhalter für die Riemenscheibenaufnahme, dies benötigt man um die Bundmutter zu lösen.
Es ist ratsam alles zu tauschen, also Kette, Spanner und alle Gleitschienen. Sonst kann man sich die ganze Arbeit eventuell bald nochmal machen.
Auch sollte man den Kettenkastendeckel komplett untersuchen, dieser kann auch Schaden nehmen wenn die Bruchstücke von der Kette mitgezogen werden.
Um sich den Aufwand des Getriebeausbaus zu ersparen, was zum abstecken der Schwungscheibe nötig ist, einfach die Position der Kettenräder und der Kette markieren.
Bei der Demontage daher darauf achten, den Kettenkasten samt Kettenspanner nur zu lösen und alles sauber zu markieren, auch die Position der Kette auf den Ritzeln, und diese dann auf die neue Kette übertragen.
Dies funktioniert natürlich nur wenn die Kette sich noch nicht gelängt hat.
In diesem Fall sollte man regulär reparieren, dann ist noch zusätzlich ein Absteckdorn für die Schwungscheibe und eine Arretierbrücke für die Nockenwellen nötig.


Zündkerzenwechsel beim V12

Ein heikles Thema in anbetracht der Tatsache, das es beim V12 recht eng zugeht. Hierzu gibt es bereits eine gute Anleitung, so das ich mir das schreiben erspare und direkt darauf verlinke.
Hier gehts zur Anleitung


Kurbelgehäuseentlüftungsventil tauschen

Auch dies kennen viele, es macht sich meist durch ein Heul bzw. Jaulgeräusch und schwarzen Qualm aus dem Auspuff bemerkbar.
Hier hilft nur ein neues Ventil, bzw. 2 Ventile beim V12.
Beim V12 dazu einfach die 4 Torx schrauben des jeweiligen Ventils mit einem Winkelschraubendreher lösen.
Vor dem anschrauben des neuen Ventils auf den korrekten Sitz des Röhrchens in der Ansaugbrücke achten, am besten mit einem Spiegel prüfen ob es vorn noch korrekt sitzt.
Nun das neue Ventil zuerst mit dem Stutzen in den Ventildeckel stecken und dann an die Ansaugbrücke drücken und festschrauben.

Beim V8 gibt es nur ein großes Ventil mittig. Hier muss zuerst einiges demontiert werden.
Zuerst mal die Lüftungsklappen der Frischluftführung, diese eindrücken, die sichtbaren Schrauben entfernen. Um sie abnehmen zu können müssen noch die Scheibenwischer weg, dafür die Kappen abziehen und die Mutter darunter lösen.
Nun das Ventil abschrauben, am besten auch hier einen Winkelschraubendreher nutzen. (Torx 30 je 3 Schrauben oben und unten)
Nun noch den kleinen Schlauch auf der Fahrerseite lösen, hierzu die Sicherungsklammer seitlich wegdrücken.
Beim abziehen des Ventils auf das Röhrchen im Inneren der Ansaugbrücke aufpassen, das geht leicht ab, aber schwer wieder rein, da man kaum was sieht.



Kopfdichtungsschaden?

Diese Frage stellen sich viele, wenn sie den Öleinfüllstutzen öffnen und Ölschlamm entdecken. Doch oft liegt dies nicht an einer defekten Zylinderkopfdichtung sondern einfach nur am Kurzstreckenbetrieb.
Es empfiehlt sich daher immer zuerst bevor man sich Sorgen macht und wild herumspekuliert, einen CO-Test zu machen, dies sollte in jeder guten Werkstatt möglich sein.
Dabei wird das Kühlwasser auf das Vorhandensein von Kohlenstoffmonoxid getestet, das ist ein Gas was man im Abgas des Motors findet und zwar normalerweise nur dort.
Ist dies im Kühlwasser vorhanden, dann ist die Zylinderkopfdichtung beschädigt, wodurch Verbrennungsgase ins Kühlwasser gedrückt werden.
Meist ist dann auch ein erhöhter Druck im Kühlkreislauf sowie Kühlwasserverlust und teilweise auch ein blubbern im Ausgleichsbehälter feststellbar, jenachdem wieviel Gase in das Kühlsystem gedrückt werden.


Tankploppen

Ebenfalls ein bekanntes Leiden, hervorgerufen durch eine fehlerhafte Tankentlüftung.
Der Blechtank zieht sich durch den Unterdruck zusammen und dehnt sich dann im Stand wieder aus, dies führt zu Knicken, sowie den Knall- bzw. Knackgeräuschen und auf Dauer zu Rissen im Tank. Dann wird ein neuer Tank für mehrere hundert Euro fällig.
Abhilfe schafft ein Tausch des Aktivkohlefilters der Tankentlüftung.
Dieser sitzt im hinteren linken Radhaus. Einfach das Rad und die Radhausverkleidung demontieren, schon kommt man an den Filter und kann diesen wechseln.
Um aber auf Nummer sicher zu gehen, sollte zusätzlich der Tankdeckel, der normalerweise luftdicht abschließt, bearbeitet werden.
Hierzu einfach ein kleines Loch (zb. 3mm) etwa mittig direkt neben dem Griff bohren, und zwar durch den Kunststoff und das darunter liegende Metall.


Kraftstofffilter tauschen

Dies gestaltet sich sehr einfach. Wer es komfortabel mag kann in eine Mietwerkstatt gehen, aber es geht auch problemlos mit einem Wagenheber.
(absichern mit einem Stützbock nicht vergessen wenn man unter dem Auto liegt)
Im Fall des 750 findet man den Filter auf der Beifahrerseite, bei einigen Modellen aber wohl auch auf der Fahrerseite.
Man findet ihn aber ganz leicht indem man die Rohre und Schläuche verfolgt.
Man sollte dann eine Kunststoffabdeckung finden. Diese nun abschrauben, schon sieht man den Filter.
Der Wechsel erklärt sich eigentlich selbst, die Schellen und die Klemmbefestigung lösen und den Filter abziehen. Neuen Filter einsetzen, den Ring um den Filter mitwechseln und alles wieder anschließen und verschrauben, fertig.



Kühler richtig entlüften

Der Kühlkreislauf ist etwas schlecht designt worden, daher muss man sich beim entlüften eines Tricks bedienen.
Man parkt den Wagen auf einer Rampe, einer Tiefgarageneinfahrt oder bockt ihn vorne mit Aufffahrrampen auf.
Kühlmittel bis zur Markierung auffüllen.
Dann lässt man ihn laufen bis er auf Betriebstemperatur ist.
Nun die Entlüftungsschraube gerade soweit öffnen, das es blubbert, die Luft kann nun entweichen.
Kommt nur noch Wasser, die Schraube schließen, ein paar Gasstöße geben, und nochmal die Schraube öffnen, dies hilft die Luftblasen schneller nach vorn zu transportieren.
Nun am besten eine kleine Probefahrt machen und die Temperaturanzeige im Auge behalten.(Flasche Wasser mitnehmen)
Sollte die Meldung Kühlwasser prüfen kommen, den Wagen abstellen, ein wenig abkühlen lassen, und dann etwas über die Markierung auffüllen, da das Wasser ja noch warm ist.
Wenn der Wagen über Nacht gestanden hat und auf Normaltemperatur abgekühlt ist, nochmals den Wasserstand kontrollieren und gegebenenfalls nachfüllen, fertig.